Alltagsgespräche

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Liebe Mitschwestern, liebe Mitbrüder!

Immer wieder wird Mutter Erde von Katastrophen heimgesucht, die sie bis ins Mark erschüttern: Hurrikans, Tsunami, Erdbeben usw. löschen das Leben von tausenden Menschen aus. Unzählige bleiben in den Trümmern ihrer Häuser zurück, wie auch unlängst in Italien nach dem verheerenden Beben.

Es werden noch größere Katastrophen kommen, sagen die Klima- und Umweltforscher. Jahrhunderthochwasser heißen dann nicht mehr so, weil sie jedes Jahr kommen. Die Sommer werden nicht mehr schön sein, sondern dürr und glühend, 40 Grad, wie Fieber.

Sicher wäre manches Erdbeben nicht zu verhindern gewesen. Klar. So stark ist der Mensch nicht, dass er sich die Erde wirklich untertan machen kann. Stark genug aber, um den Klimakollaps aufzuhalten. Nicht länger alles hemmungslos in den Himmel feuern. Treibhausgase um achtzig Prozent reduzieren. Mindestens. Ölverbrauch drastisch senken, umsteigen auf die Kraft des Wassers, des Windes und der Sonne. Sofortige Notbremsung im Energiesystem.

Dann könnte die Erde noch ziemlich lange unsere Mutter sein. Aber wen interessiert das?

Gier ist stärker als Überlebenstrieb. Den Bauch der eigenen Mutter kaputt machen und das himmlische Dach über der Erde ruinieren. Sehr schlau.

Was interessiert es den Börsenhai auf seiner Luxusyacht, wie lange Himmel und Erde noch halten? Was interessiert es den Einzelnen, ob er am Desaster mitbeteiligt ist? Die Welt zumüllen, die Welt kaputtheizen. Eine ganze Menschheit ist dabei zu vermüllen. Auch in der Seele.

Wenn ich meine Geräte nicht standby rennen lasse, helfe ich, die Welt zu retten. Bin ich dazu zu faul, zu blöd oder zu ignorant? Kommt es auf den einzelnen Lichtschalter und den persönlichen Müll an? Ja.

Macht euch die Erde untertan!

Zur Gattung Mensch hätte Gott diesen Satz nicht sagen sollen.

© Renate Plöchl 0676 31 38 390

 

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