Was wird das Neue Jahr 2018 bringen?

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Wir werden eine neue Regierung haben, die sich hoffentlich für den sozialen Frieden einsetzt. Prinz Harry wird seine Meghan heiraten, Österreich wird ab Juli die EU Ratspräsidentschaft innehaben. Die Sportwelt schaut auf die olympischen Winterspiele in Pyeongchang, die hoffentlich friedlich verlaufen werden, und auf die Fußball WM in Russland.

2018 ist ein großes Gedenkjahr! Wir feiern 100 Jahre Republik Österreich, die zuerst als Deutschösterreich ausgerufen wurde und nach dem Friedensvertrag von San Germain das Deutsch streichen musste. Bei der Ausrufung der Republik kamen die Damen und Herren in feinen Gewändern in das Parlament, doch der neuen anstatt der schwarz gelben nun rotweißroten Fahne wurde draußen von linken Demonstranten gleich das Weiß herausgerissen und bei den Tumulten waren leider auch Menschenleben zu beklagen. Kein guter Start und auch später gab es viele Probleme. 1918 durften sich aber die Frauen freuen, infolge ihrer Leistungen im Krieg und der katastrophalen Verluste an Männern bekamen sie das Wahlrecht. In seinem 14 Punkteprogramm zu den Friedensverhandlungen versprach der amerikanische Präsident Wilson im Punkt 9 die Berücksichtigung der Grenzen Italiens nach der erkennbaren Volkszugehörigkeit. Leider ist Südtirol doch zu Italien gekommen, bis es zu einem friedlichen Miteinander wurde, war ein langer harter Weg.

Am 12. März wird sich der Anschluss an Hitlerdeutschland zum 80. Mal jähren und im November denken wir dann leider an das Novemberprogrom an der jüdischen Bevölkerung.

1948 erfolgte die Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch  die Vereinten Nationen, 1958 ratifizierte sie Österreich. 1968 gab es den Prager Frühling und die sogenannte 68 – Bewegung, die Jugend startete die Zeitenwende zur Moderne. In Amerika wurde der Menschenrechtler Martin Luther King ermordet.1978 wurde das AKW Zwentendorf abgelehnt und die politische Bildung kam in die Schulen.

  1. Geburtstage haben Nelson Mandela, Leonard Bernstein, Alexander Solschenizyn.
  2. Todestage haben Gustav Klimt, die russische Zarenfamilie, Peter Rosegger und Egon Schiele um nur einige zu nennen. Es gab bei meinen Recherchen fast nur Männer zu finden, Frauen traten erst in den letzten 50 Jahren vermehrt an die Öffentlichkeit.

Kirchlich gesehen gab es vor 600 Jahren das Ende des Konzils von Konstanz und damit das Ende einer 3 Päpsteherrschaft und vor 400 Jahren den Prager Fenstersturz mit dem einer der grausamsten Religionskriege, der 30jährige Krieg, begann.

In der Steiermark wird 800 Jahre Diözese Graz Seckau gefeiert –  mit einer religiösen Erneuerung, dem Weg2018. Veranstaltungen sollen den Glauben stärken, die Seelsorge soll die Lebenswirklichkeiten der Menschen ernst nehmen und die Gesellschaft soll im christlichen Geist mitgestaltet werden. Da finde ich nichts, was die Kirche im Sinne der Frauen öffnen würde, es klingt eher nach frommen Worten und möglichst nichts verändern, wie wir es aus „mission first“  schon kennen. Mehr Mut macht mir schon die für 2018 geplante Jugendsynode im Vatikan. Vorher gibt es einen im Internet auszufüllenden Fragebogen, in dem es um Berufungen geht und Papst Franziskus verspricht auf die Schreie der Jugend zu hören. Mut macht mir auch ein ökumenischer Kongress in Osnabrück, bei dem TheologInnen und auch ein katholischer Bischof fordern, die Weiheämter für Frauen zuzulassen. Sie meinen: nicht der Zugang von Frauen zu den kirchlichen Diensten und Ämtern ist begründungspflichtig , sondern deren Ausschluss.  Schon allein für den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Ökumene wäre dies wichtig. Vielleicht sagt uns ja unser Kardinal, den wir   im Neuen Jahr bei uns erwarten, etwas Hoffnungsvolles dazu. Ein gutes segensreiches neues Jahr!

 

– Elisabeth „Sissi“ Eichinger

 

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