Einfach zum Nachdenken

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Die österliche Bußzeit ist eine 40.Tage dauernde Vorbereitung auf Ostern. Vom Aschermittwoch bis zur Osternacht geht es darum, sich zu besinnen und Buße zu tun.

Wie wir das Fasten umsetzen, dazu gibt es eine Fülle von Möglichkeiten!

Der Verzicht auf das Lieblingslebensmittel oder Alkohol ist eher konventionell! Als eine Warnung vor dem trügerischen virtuellen Leben wäre auch mal Internetabstinenz eine denkbare Möglichkeit!

Die Fastenzeit wäre auch eine Gelegenheit sich ganz bewusst Zeit zu nehmen! Denn auch Zeit ist eine Gabe und Aufgabe!                                                                      

Wie oft hört man nicht: Es tut mir leid, ich habe keine Zeit. Ich kann nicht warten, ich habe keine Zeit. Ich muss zur U- Bahn, ich habe keine Zeit. Ich möchte beten, aber ich habe keine Zeit. Ich hätte Ihnen gerne geholfen, aber ich habe keine Zeit. Zeit ist Geld. Diese Redewendungen kennen wir und gebrauchen sie selbst.

Unsere Gesellschaft wird auch manchmal eine Beschleunigungsgesellschaft genannt, weil unsere Zeit immer schneller dreht. Und das tut uns nicht gut!

Wir meinen etwas zu verpassen, wenn wir nicht alle möglichen Angebote ausnutzen. Wo sind noch Zeit und Muße? Kennen wir das Wort „Muße“ noch? Zeit für ein ruhiges Gespräch, Kunst, Zeit zum Nachdenken, Zeit für Gott…

Es gibt immer mehr das Gefühl ordentlich unter Druck zu stehen!

Wann sind wir nicht getrieben? Wir brauchen dringend eine zweckfreie Zeit, sonst leiden nicht nur Fantasie und Kreativität, sondern auch unsere Beziehungen und auch unsere Gesundheit.

Vielleich wäre die Fastenzeit eine Möglichkeit besser mit unserer Zeit umzugehen!

So meint,

Dechant Klaus Coolen osc, Pfarrer

 

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