Menschen

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Das Kind durchläuft mehrere Phasen. Die zwei größten sind das Fragealter und die Trotzphase, die schon in die Pubertät übergeht. Diese Phasen sind nicht so leicht zu verkraften für die Eltern, besonders für die Mütter. Starke Nerven und viel Geduld müssen die Eltern aufbringen, um die Kinder in dieser Zeit gut durch zu bringen. Alle Aktionen der Eltern in dieser Zeit sollen von einer starken Liebe geprägt sein. Anderenfalls werden diese Aktionen zum  Scheitern verurteilt sein. In dieser Zeit ist ein Kontakt der Eltern mit dem Himmel und seinen Bewohnern sehr wichtig. Denn ich meine mit Liebe nicht

Verzärtelung, sondern das Bemühen, den kleinen Menschen eine richtige und gute Richtung zu weisen. Ich bin zwar nicht der Mensch, der darüber  gute Ratschläge erteilt. Dafür gibt es berufenere. Aber ich denke an ein  Wort von Mutter Teresa aus Kalkutta: „Liebe muss weh tun“. Und das tut sie auch, wenn man sie richtig lebt. Welches Herz einer Mutter,  eines Vaters, blutet nicht innerlich, wenn er/sie das Kind „verurteilen“ muss. Aber ohne Grenzen aufzeigen und einzuhalten, wird die Erziehung nicht viel taugen. Wie weh Liebe tun kann, zeigt uns das Leben Mutter Teresas, die in ihrem  Leben viel Dunkelheit erfahren hat, und durch diese Dunkelheit der Liebe, die sie gegeben hat, geboren wurde. Oder schauen wir auf Maria. Sie wuchs im Tempel auf und wusste bestimmt über das Gesetz Mose bescheid, das bei Ehebruch den Tod durch Steinigen bestimmte. Ich denke, dieses Gesetz hatte sie auch zu der Frage geführt: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ (Luk. 1,14). Sicher war das nicht der ausschlaggebende Gedanke, aber er wird wohl mitgespielt haben. Matthäus zeigt auch, wie berechtigt der Gedanke war (Mat. 1,19 ff). Trotzdem hatte sie ihr Ja zum Engel gesagt, um den Willen Gottes zu tun. Und Gott ist Liebe. Stehen wir nicht oft vor dem Geheimnis, dass aus Schmerz Liebe hervorgeht?

(Wilhelm Stetina, Diakon)

 

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