Einfach zum Nachdenken

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Grüß Gott,

„Manche träumen von einer Gemeinschaft, in der alle gleich sind. Nicht wie die Äpfel auf einem Apfelbaum, wo jeder für sich allein ist. Auch nicht wie die Äpfel in einem Korb. Sie liegen zwar zusammen, unterscheiden sich aber noch zu sehr voneinander.

Also kommen sie in den Mixer. Er macht alle zu einem einheitlichen Brei, auch die Schalen und Kerne. Der Brei ist zwar voller Vitamine, schmeckt aber immer gleich, denn jeder Apfel hat seinen Charakter verloren. Irgendwann wird es eintönig und langweilig, immer nur Brei zu essen.

Gibt es eine andere Möglichkeit, so viele Vitamine zu bekommen?

Ja! Den Obstsalat. Jedes Stück Obst bleibt was es ist: Apfel, Birne, Banane, Ananas, doch muss es bereit sein, sich in Stücke schneiden zu lassen. Die kleineren Früchte, wie etwa Beeren, dürfen bleiben wie sie sind. In der Salatschüssel haben alle Platz und gesellen sich alle zueinander. So entsteht aus vielen kleinen Stücken ein neues Ganzes. Dabei bleibt nicht nur der Eigengeschmack des Apfels, der Birne, der Zwetschke, der Banane, der Himbeere erhalten, der ganze Obstsalat erhält als Ganzes seinen eigenen Geschmack.

Was sagt diese Geschichte im Blick auf Pfarre Neu?

Die Pfarre der Zukunft soll eine Gemeinschaft von Gemeinschaften sein und an verschiedenen Orten kirchliches Leben hervorbringen . Diese lebendigen Gemeinschaften in einer Einheit zusammen heißen in Zukunft dann Pfarren mit Teilgemeinden (Pfarre Neu).

Eine zukünftige Pfarre mit mehreren Gemeinden ist nicht ein zusammengeschmissener Haufen von 3 bis 4 Pfarren( wie Äpfel in einem Korb) Es soll, das Bild eines Netzwerkes aus unterschiedlichen Angeboten an verschiedenen Orten entstehen                                 (Ähnlich wie Obstsalat in einer Schüssel).

Hoffentlich findet jede Gemeinde in Pfarre Neu ihre eigene Identität wieder, sowie in dem Obstsalat jede Frucht ihren eigenen Geschmack behält und nicht einfach gemixt wird, so soll jede Gemeinde ihre eigene Identität behalten und ihre eigene Pfarridentität beibehalten! Es soll keine Enteignung und auch keine Zentralisierung sein, sondern eher „Dezentralisieren“ und vor Ort genau hinschauen, was hier vor Ort gebraucht wird. Ich bin der Meinung: Pfarre Neu erhält als Ganzes dann auch seinen eigenen Geschmack!.

Ich kann mir gut vorstellen, so kann “Pfarre Neu“ sehr wohl eine Bereicherung für uns alle sein!

In diesem Sinne lade ich alle ein:“ Schritte auf dem Weg zu Pfarre Neu zu machen“!

Dechant Klaus Coolen osc,

Pfarrer

 

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