Menschen

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Heute möchte ich zu einer Phase  kommen, die für junge Menschen sehr schwierig ist: die Pubertät. So geschieht in ihr die Wandlung vom Kind zum Erwachsenen. Geistige und körperliche Veränderungen vollziehen sich und das Wachstum geschieht ganz ungleichmäßig.  Der Mensch muss die kindliche Vertrautheit verlassen und ins Ungewisse der Erwachsenenwelt eintreten. Das bringt Unsicherheit und Ängste mit sich. Oft scheitern Jugendliche, weil sie zwar nicht mit den anderen mithalten wollen, aber auch nicht als Außenseiter oder gar Feigling ausgegeben werden wollen. Da sind Eltern sehr stark gefragt. Und zwar nicht als Autoritätspersonen, sondern als wahre Freunde. Das ist auch nicht so leicht für die Eltern. Denn oft genug haben sie auch keine Eltern gehabt, die ihnen jetzt als gutes Beispiel gedient haben. Drei Erfahrungen sind hier für Eltern notwendig: Geduld, Gebet und verständnisvolles Beispiel.

Gebet: Wenn Eltern keine feste Beziehung zu Gott haben, wird es schwierig. Denn die Jugendlichen brauchen Freiheit. Um den Jugendlichen diese Freiheit zu geben, müssen die Eltern sehr in Gott verankert sein. Vertrauen ist hier das Zauberwort. Zu diesem Vertrauen gelangt man am Besten durch das Gebet, der Gesprächsbasis mit Gott.

In dieser Haltung ist das Loslassen der Jugendlichen möglich; ohne Angst, der Jugendliche könnte in schlechte Gesellschaft abstürzen. Im Vertrauen auf Gott loslassen können, ist hier die Devise.

Es müssen keine Verhaltensvorträge stattfinden. Jugendliche würden sich auch nicht daran halten, sondern eher das Gegenteil tun. Geduld und Liebe ist hier gefragt, gutes Beispiel von Eltern die sich in Gott verankert wissen und Seinem Willen nachkommen.

Wenn der Jugendliche mitunter große Umwege macht, kommt er sicher irgendwann auf seinem Platz zurück, gestärkt durch Erfahrung, und kann seinen Platz in der Welt der Erwachsenen einnehmen und behaupten.

Ich möchte noch auf die Geschlechtlichkeit ein wenig eingehen. Am Beginn sagte ich , dass der Körper nicht uns gehört. Der Körper ist für mich ein brauchbares Werkzeug, damit meine ich, dass die Seele mit der Außenwelt  in Kommunikation treten kann. Wenn ich ihn nicht hätte, wäre es um mich finster und still. So ist es mit dem  Geschlecht. Ich kann mich noch gut erinnern, dass die Meinung vieler Frauen beim Fall des Paragraphen 144 anlässlich  der Einführung der Fristenlösung sehr stark vertreten war: „Mein Bauch gehört mir!“ Das ist aber ein großer Trugschluss. Der Enderfolg war und ist noch ein Abtreibungsboom. Sicher ist die Frau, wie auch der Mann, für seinen Körper verantwortlich. Aber die Geschlechtsorgane sind nicht zur Steigerung der eigenen Lust, sondern, durch das Lustgefühl zur Steigerung der Liebe zum Du, zum Partner. Deswegen ist das Kind nicht ein „Zufallsprodukt“  sondern die Frucht der gegenseitigen Hochform der Liebe zum Partner. Ich glaube auch, dass das wichtig zur Entwicklung des Jugendlichen zum Erwachsenen ist. Anderenfalls wird der Jugendliche auf der Strecke bleiben oder gar unter die Räder kommen.

( Wilhelm Stetina, Diakon)

 

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