Wer dankt, trägt Verantwortung

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Im September feiern wir in Leopoldau Erntedank. Wir danken Gott für die Ernte, für die Früchte von Feldern und Gärten. Wir danken Gott dafür, dass wir genug zum Essen haben, satt werden. Doch zum Danken gehört etwas dazu: Wer dankt, übernimmt Verantwortung.

Verantwortung zunächst für Gottes Schöpfung. Ich versuche, umweltbewusst zu leben. Spare Energie, werfe keine Nahrung weg, verschmutze nicht die Umwelt. Wenn ich es kann, kaufe ich umweltbewusst ein. Ich möchte so leben, dass Gottes gute Schöpfung auch für nachfolgende Generation erhalten bleibt.

Und ich trage Verantwortung für die, die wenig oder gar nichts zu essen haben. Ich engagiere mich bei einer Tafel. Ich spende etwas für kirchliche Hilfswerke. Ich versuche dafür zu sorgen, dass die Gaben des Erntedankaltars nicht im Müll landen, sondern Bedürftigen zugutekommen.

Wer dankt, trägt Verantwortung. Verantwortung kann viele Formen annehmen. Einige Beispiel habe ich genannt. Euch fällt sicherlich noch viel mehr und Besseres ein.

Gott freut sich, wenn wir ihm danken. Weil er dann erkennt, dass für uns nicht alles selbstverständlich ist. Weil nichts selbstverständlich ist. Alles ist Geschenk. Und weil Gott dann erkennt, dass wir ihn nicht vergessen haben. Noch mehr freut sich Gott – glaube ich – wenn er erkennt, dass wir die Mitmenschen nicht vergessen. Die, die unsere Hilfe brauchen – in welcher Form auch immer.

Denn Danken ist ganz eng verbunden mit dem Denken. Mit dem Denken an Gott und an die Mitmenschen. Wenn ich danke, fühle ich mich besser. Weil ich dann an Gott denke, an seine Liebe zu mir und zu allen Menschen.

 

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