Einfach zum Nachdenken

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Grüß Gott,

Im November denkt man an Menschen die von uns gegangen sind!

Man denkt über das Leben nach und fragt sich:

„Gibt es ein Leben auch danach?!“

Je weiter ich von etwas entfernt bin, desto weniger sehe ich.

Das ist bei der räumlichen Entfernung so! Wenn man von der Erde zum Mond blickt, sieht man nur eine Kugel, nur eine weiße Scheibe aber keine Straßen und Häuser und Menschen…

Das gilt aber auch für die innere Entfernung!

Es kann ein Mensch räumlich so nahe sein, dass ich jede Falte und jeden Pickel in seinem Gesicht sehe ( in der Straßenbahn ) aber innerlich ist er mir so entfernt sein, dass ich nur sagen kann:

„Vielleicht ist er gut, vielleicht ist er schlecht…“ Sobald ich ausgestiegen bin, existiert er nicht mehr weiter für mich.

Ich kann auch von einer Wirklichkeit so weit entfernt, dass sie für mich „vielleicht“ wird. Und nach einer Zeit existiert sie überhaupt nicht mehr für mich.

Es gehört eben Reife und Fähigkeit dazu einer Wirklichkeit innerlich nahe zu kommen. Dasselbe gilt für die“ Wirklichkeit Gott und Ewigkeit“.

Genauso geht es uns: Wir können uns das ewige Leben nicht vorstellen.

Der Mensch will aber mit aller Gewalt die Dinge, die er kennt mit diesem Leben in Verbindung bringen, es kleiner machen, damit er es versteht.   So fragen Kinder die gerne Fußballspielen, ob man im Himmel auch einen Fußball haben kann.

Und Erwachsene, die gerne lieben und Sex haben, fragen ob man im Himmel auch heiraten und lieben kann.

Auf all das sagt Jesus: “Das Leben danach ist ein ganz anderes Leben, man ist anders und hat auch andere Freuden, die man jetzt noch nicht erahnen kann. Man muss dazu reif werden.

Würde ich zu einem Kind sagen: Schau, all diese Dinge warten auf dich, wenn du einmal größer bist, hätte er nur eine Frage: Kann ich da auch Fußballspielen. Auch wir müssen reif werden für die verschiedenen Freuden. Reif werden für die Freuden des Himmels.

Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit, und alle Welt vergehet mit ihrer Herrlichkeit.

Es ist nur einer ewig und an allen Enden. Und wir sind in seinen Händen. (M.Claudius)

Dechant Klaus Coolen osc,

Pfarrrer

 

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