Sakrament der Versöhnung

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Sicher haben Sie die Reihenfolge der Sakramente in der Schule anders gelernt. Das kommt noch aus der Zeit, in der Erwachsene getauft wurden. Da hatte man die Sakramente Taufe, Versöhnung, Eucharistie und Firmung zusammen gespendet. Heute geschieht das noch bei der Erwachsenentaufe.  Dieses Sakrament wird heute noch als Beichte bezeichnet. Dieses Wort ist aber negativ besetzt. Wenn ich etwas „beichten“ muss, dann habe ich etwas zuvor angestellt. Dass ich etwas angestellt habe, ist im Wort „Versöhnung“ auch der Fall. Aber die Versöhnung eint, kittet. Wer versöhnt werden will, denkt nach. Er spürt, dass etwas in einer bestimmten Beziehung zerbrochen ist. Es ist müßig nachzudenken, wer daran Schuld trägt. Dieser Gedanke trägt nichts zur Einheit dieser Beziehung bei. Was beiträgt ist das Wissen meines Teiles dieses Zerwürfnisses. Das gilt es zu bekennen mit dem aufrichtigen Wunsch, es besser zu machen. Es könnte jemand jetzt sagen: „Aber was geht dem Pfarrer an, was ich angestellt habe?“ Dazu muss gewusst werden, dass zwar der Priester  die Beichte abnimmt und in seiner Art als Mensch, aber dass trotzdem Jesus, der uns durch seinen Tod die Versöhnung ermöglicht, spricht. So können wir auch gewiss sein, dass das Wort: „Ich spreche dich los…“ 100% stimmt.

Vielleicht haben Sie es auch schon erlebt, dass Sie nach der Beichte wie auf Wolken schwebend den  Beichtstuhl wieder verlassen haben. Dann haben Sie die Versöhnung hautnah miterlebt. Sollte dann die Busse nicht mit offenem, fröhlichem Herzen verrichtet werden.

(Wilhelm Stetina, Diakon)

 

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