Einfach zum Nachdenken

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Grüß Gott,

Die Zeit vom Aschermittwoch bis Ostern“ –nennen wir die Fastenzeit.

Diese Zeit beginnen wir jedes Jahr mit dem Zeichen des Aschenkreuzes,   dem Zeichen der Umkehr. Damit etwas Neues entstehen kann, muss das Alte möglicherweise aufgebrochen werden und zerrissen werden.

Es tut uns gut innezuhalten und zu fragen: Wohin geht mein Leben? Habe ich noch mein Ziel vor Augen? Kann es so weitergehen oder muss ich den Kurs ändern?

Solche Fragen können unbequem sein, denn das kann dazu führen, dass man umkehren muss, dass Bequemlichkeit und Ruhe jeden Neuaufbruch verhindern. Vielleicht kann man für diese Zeit einmal dies als Vorsatz nehmen:

Aufbrechen- ein Ziel vor Augen…

In die Sprache des Glaubens übersetzt könnte das besagen:

„Aufbrechen heißt, das Ja Gottes zu uns beantworten; seine ausgestreckte Hand ergreifen und sich von ihm auf ihn hin ziehen lassen.

Vielleicht als tägliche Erinnerung ein Gebet zusammengestellt von Regina Groot Bramel ( Aus Ideenwerkstatt Gottesdienste Nr.2-2019)

„Herr Jesus Christus, hilf mir, damit der Ofen nicht ausgeht, die Flamme nicht erstickt, meine Asche immer noch genügend Glut enthält, um ein neues Feuer zu entfachen.

Du kannst mich neu entzünden, meine Begeisterung wieder wecken,   sodass sich Licht und Wärme ausbreiten, ringsum den Ort, an dem ich stehe und bei den Menschen in Kälte und Dunkelheit.

Ich bin nur ein kleines Licht, ein zitterndes Flämmchen im Wind, vom verlöschen bedroht, wenn du nicht Schutz und Schirm bietest und deine Hand über mir hältst.

Solange noch ein Funke überspringt, der glimmende Docht nicht verlöscht, das geknickte Rohr nicht zerbrochen wird, so lange gibt es Grund zur Hoffnung.   Lass mich ansteckend sein. Amen.

Ich wünsche allen LeserInnen eine Zeit zum Nachdenken.

Dechant Klaus Coolen osc

Pfarrer

 

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