VORSICHT: FRÜHLINGSSTRESS

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Liebe Gemeinde!

Wenn wir wo Profis sind, dann im Stressmachen. Endlich klettern die Temperaturen nach oben wie die Marienkäfer auf den Maiglöckchen, schon nimmt auch unser eigenes Temperament zu: Wohnung putzen, Auto waschen, Figur in Form bringen, Winterjacken verstauen, Wochenende verplanen. Blicken wir einmal beim Fenster hinaus. Dort sehen wir das, worauf wir uns die ganze Zeit gefreut haben: den Frühling. Man muss sich nicht anstrengen, um ihn genießen zu können. Sollte es wieder abkühlen, ist das wahrscheinlich ein Trick der Natur, damit wir uns wieder entspannen. Natürlich spricht nichts dagegen, aktiv zu sein und all die aufgezählten Dinge zu erledigen. Aber es wäre schade um diese Jahreszeit, wenn sie mehr Stress als Freude auslöst. Der Frühling hat keine Eile. Er macht jeden Tag ein bisschen was. Manchmal sogar nichts. Dann wieder richtig viel.

Ein Gefühl für eine angenehme Langsamkeit bekommen wir, wenn wir einer Pflanze beim Wachsen zusehen. Also jeden Tag einen Blick darauf werfen: Was hat sich getan? Wie wird sie wohl nächste Woche aussehen?

So ähnlich könnten wir uns auch unsere Aufgaben einteilen. Wenn wir unsere Aufgabenliste jetzt mit einer Pflanze vergleichen, sehen wir vermutlich einen überwässerten Kaktus kurz vorm Eingehen. So etwas kommt in der Natur übrigens so gut wie nie vor. Nur wir Menschen schaffen das. Und dieses Zuviel kann auch unsere Lebensfreude im Frühling zum Eingehen bringen.

Der Kaktus wird gerettet, indem man ihn in die Sonne stellt.

Das könnten wir auch probieren.

© Renate Plöchl, 06763138390

 

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