Alles hat seine Zeit

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Das Wort „Datum“ bedeutet: „das Gegebene, das Geschenkte“. Alles, was Gott schenkt, ist dem Menschen gegeben, damit er es mit Sinn erfüllt und mit anderen teilt, auch die Zeit.

„Alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“

Dieser Satz kann Hoffnung geben. Selbst das, was schwer ist, was schmerzt und kaum zu ertragen ist, geht irgendwann vorbei. Es kommen wieder andere Tage. Alles hat seine Zeit, für Leiden und Leidenschaft.

Die Zeit genau zu messen, ganz exakt bis zur x-ten Stelle hinter dem Komma, ist heute selbstverständlich. Und beim Leistungssport entscheiden ein paar Tausendstelsekunden über Platz eins, zwei oder drei.

Aber spätestens seit Albert Einstein ist klar: Zeit ist nicht absolut, sondern relativ, abhängig vom Raum. Das zeigt die ganz alltägliche Erfahrung: Für ein Kind vergeht eine Stunde, wenn es warten muss, quälend langsam. Viele ältere Menschen sagen dagegen: „Mein Gott, schon wieder ein Monat vorbei. Ich weiß gar nicht, wo die Zeit hingekommen ist. Je älter ich werde, desto schneller verfliegt sie.“ Entscheidend ist, sich immer wieder bewusst zu machen, dass jeden Tag 86.400 (!) Sekunden zur Verfügung stehen, die gelebt und ausgefüllt werden müssen. Nicht eine Sekunde kann auf den nächsten Tag verschoben werden. Jeden Tag gibt Gott die Chance, ein neues Verhältnis zum Terminkalender zu entwickeln.

Es gibt die Zeit für schwierige Entscheidungen, mögen sie klein oder groß sein. Es gibt die Zeit, wenn etwas schiefgeht, nicht gleich loszupoltern, sondern noch einmal innezuhalten, eine Pause zu machen. Es gibt die Zeit, den Dingen und sich selber eine zweite Chance zu geben.

Einmal darüber schlafen, das war früher und ist auch heute hilfreich.

Der Volksmund sagt es manchmal auch mit dem Psalm 127: „Den Seinen gibt`s der Herr im Schlaf.`“

 

©Plöchl Renate 0676 31 38 390

 

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