November

Veröffentlicht von

Die Bäume haben zum Großteil ihre Blätter verloren. Die Natur rüstet sich zu einem todesähnlichen Schlaf, bis die Frühlingssonne sie wieder zu neuem Leben erweckt. Auch wir Menschen stimmen uns zur Ruhe ein. Manche denken dabei vielleicht schon an die „ewige Ruhe“. Auch das Eintreten in die Kirche stimmt uns durch die Figuren so mancher Heiliger auf diese Ruhe ein. Heilig, was ist das eigentlich? Der Stamm dieses Wortes weist uns den Weg: heil-ig, also : heil sein. Aber wann ist etwas, oder jemand, heil? Wenn er/sie sich vom Anfang an von jeder Beschädigung fern gehalten hat. Aber ist es bei Gott auch so? Dagegen spricht das Gleichnis Jesu von den Arbeitern im Weinberg (Mat.20,1ff.). Kommen dann vielleicht auch „beschädigte“ Menschen zum Stand der Heiligkeit? Jesus gibt auch dazu eine Antwort, als er am Kreuz hing (Luk. 23,43). Also können wir alle in den Himmel kommen? Ja und Nein. Ja, wenn wir zum Zeitpunkt unseres Todes heil – ohne Sünde – sind. Und Nein, wenn wir zum Zeitpunkt des Sterbens uns permanent von Gott abwenden. Was ist aber „heil sein“? Wenn ich Gott mit ganzem Herzen suche (nicht halbherzig). Dann bin ich so, wie Gott mich denkt, also ganz so, wie der Mensch von Gott gedacht ist, ganz heil = heilig. Und diese Heiligkeit, liebe Leser, wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen. (Wilhelm Stetina, Diakon)

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.