Ein Hoffnungslicht über alle Grenzen hinweg

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Es sind außergewöhnliche Tage. Wir leben in Zeiten der Bewährung. Die täglichen Nachrichten bringen uns Zahlen und Statistiken über infizierte Menschen und drastische Maßnahmen in anderen Ländern und beschreiben bedrohliche Vorhersagen. Immer weitere Einschränkungen legen sich über unser Leben. In dieser großen Ungewissheit schwanken wir zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Beten für die Kranken und die Helfer

Eine Aktion der Pfarrgemeinde, die ich verwirklichen möchte ist es, dass wir am 10. Mai, Muttertag um 20 Uhr eine Kerze ins Fenster stellen. Es soll ein Gebet der Pfarrgemeinde sein; mitten in der Corona-Pandemie. Betet und zündet ein Licht an! Diese Initiative will, gerade weil es an vielen Orten keine Gottesdienste mehr gibt, zum Gespräch mit Gott aufrufen. Ich stelle mir kleine Hausandachten in den Wohnungen und Häusern vor. Oder stille, betende Menschen, die im Kerzenlicht hinausschauen auf die verlassenen Straßen. Von dort aus zeigen die Fenster: Hier wohnt Gott.

Es ist ein Zeichen des Gebets und des Handelns. Beten für die Kranken, die Infizierten, die Ärzte/Innen, die PflegerInnen, aber auch den Helfern: ganz konkret. Den hochbetagten Nachbarn anrufen, für ihn einkaufen gehen, einen Brief an den/die alte/n Freund/in senden, schauen wer noch Hilfe braucht.

Eine Kerze als Licht der Hoffnung leuchtet in unsicheren Zeiten.

„Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch!“, so heißt es im Petrusbrief. Machen wir alle mit dieser Initiative mit. Das Virus kennt keine Grenzen. Unsere Gebete auch nicht. Stellen wir gemeinsam am 10. Mai um 20 Uhr eine Kerze ins Fenster, abends um acht. Das Licht der Hoffnung, leuchtet in unsicheren Zeiten für uns.

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Als seelsorgliches Angebot und als Zeichen der Verbundenheit haben Pfarrer P. Klaus Coolen und Kaplan Hannes Grabner während der Karwoche täglich geistliche Impulse gemacht, die laufend via Youtube und auf der Facebookseite der Pfarre Leopoldauveröffentlicht wurden. Sie können noch die Gedanken unter: https://www.youtube.com/channel/UCRlpXQkViaG0QgCH99Rux1g aufrufen.

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Auch am Karfreitag gab es einen Online Kreuzweg zum Thema „Karwoche im Zeichen des Coronavirus“. 18 Personen aus der Pfarrgemeinde haben an der Aktion teilgenommen und fleißig mitgebetet.

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Auch das traditionelle Ostereiersuchen im Pfarrhof am Ostersonntag hat stattgefunden – natürlich nicht in gewöhnter Form. Das Ostereiersuchen erfolgte Online. 52 Kinder und Familien haben fleißig „Ostereier im Pfarrgarten“ gesucht.

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Im Mai hätten wir zahlreiche Aktivitäten feiern können. Aufgrund der beschlossenen Vorgaben und Maßnahmen in den vergangenen Tagen rund um das Coronavirus, sind die folgenden Aktivitäten im Mai abgesagt bwz. verschoben:

  • Erstkommunionfeier – wird voraussichtlich im September stattfinden.
  • Firmvorbereitungen und Jugendmessen
  • Flohmarkt – wird verschoben

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Auch eine wichtige Aktivität, die wir absagen müssen ist das Jungscharlager. Dies erscheint vielleicht etwas früh oder voreilig entschieden, aber wir versichern, die Entscheidung mit großer Sorgfalt gefällt zu haben. Die zukünftige Entwicklung ist momentan sehr unsicher und vage, jeden Tag werden neue Verordnungen beschlossen. Wir sind uns bewusst, dass die zahlreichen Schließungen und Absagen auch die Kinder verschrecken und beängstigen, trotzdem hoffen wir auf Verständnis und einfühlende Worte für die traurigen Kindergesichter. Wir alle hoffen auf baldige ruhigere Zeiten. Wir lassen uns nicht entmutigen und denken schon bald an neue Ideen für unser nächstes Jungscharlager 2021.

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Fleißige Bienchen (Elisabeth Hauk-Frühwirt, Anna Koch und Christine Zupnik) haben die Küche ordentlich auf Vordermann gebracht, ausgemistet, sortiert, etc. Vielen Dank dafür!

Ebenso haben engagierte Männer den hinteren Geräteschuppen wieder betretbar gemacht. Danke Wolfgang D., Walter Nagl, Hans Angst , Bernhard Schaden und Josef Eichinger! (Bild: Bernhard Schaden).

— Mag. Hector Pascua

 

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