zum Muttertag

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Meine Mutter mochte den Muttertag nicht. Sie mochte es nicht, dass um sie so viel Aufhebens gemacht wurde. Und sie war der Meinung, dass es keinen besonderen Tag bräuchte, um ihr zu danken. Damit hatte sie sicherlich recht. Trotzdem hat sie sich immer gefreut, wenn wir als Kinder an den Muttertag gedacht haben und wir ein kleines Geschenk – meistens etwas von uns Gebasteltes – für Sie hatten. Dankbarkeit ist etwas sehr Schönes. Für meine Mutter, der wir gedankt haben; und für uns selbst auch. Weil wir uns noch einmal besonders daran erinnert haben, wie gut die Mutter (und natürlich auch der Vater) für uns sorgen. Noch heute, obwohl ich selbst Kinder habe, danke ich meiner Mutter gerne und freue mich über den Dank meiner Kinder. Dafür braucht es natürlich keinen besonderen Tag, doch schön ist er trotzdem. Wie ein Luftballon. Nichts Besonderes und trotzdem macht er Freude.

Über die Bedeutung der Mutter für die Familie und besonders die Kinder brauche ich nicht viel zu sagen. Das wisst ihr selbst am besten. Wie wichtig die Liebe und Fürsorge der Mutter ist. Am schönsten bringt das vielleicht folgendes Zitat zum Ausdruck: „Weil Gott nicht überall sein kann, schuf er die Mütter.“ Über die Bedeutung der Dankbarkeit möchte ich etwas sagen. Weil – glaube ich – manchen Dankbarkeit nicht mehr so wichtig ist. Nicht gegenüber der Mutter und anderen Menschen, nicht gegenüber Gott. Das ist schade. Denn Dankbarkeit macht das Leben schöner und einfacher – für alle. Wenn ich dankbar bin, erinnere ich mich daran, dass ich geliebt werde – von der Mutter, von anderen Menschen, von Gott.

Quelle: Image , Mai 2020

 

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