Als würde eine neue Welt nachwachsen

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Mit dem „ewigen Eis“ ist es jetzt auch nichts mehr. Das hatte schon einen schönen tröstlichen  Klang. EWIGES EIS. Kann also passieren, was will auf der Welt. Das Eis hält ewig. Oder doch nicht, leider. Das Eis am Nordpol schmilzt dahin, und zwar rasant. Dreimal so schnell wie auf dem Computer errechnet. Den hatte man mit den bösen Umweltsünden und Klimadaten gefüttert. Aber die Umweltsünden sind offenbar noch viel böser und viel schneller wirksam als erwartet. Der internationale Klimarat  ist auch auf die falschen Berechnungen hereingefallen. Die Wirklichkeit, nämlich die sommerliche Schmelzquote in der Arktis, ist dem Computer um dreißig Jahre voraus. Es schaut dort also jetzt schon so aus, wie es erst etwa     2040 ausschauen dürfte. Aufgrund der von der Wirklichkeit überholten Prognosen wurden nun neue Prognosen aufgestellt. Schon ab 2050 könnte man live dabei sein   beim eisfreien Sommer am Nordpol. Vielleicht schon früher, falls diese Hochrechnungen auch wieder zu optimistisch waren. Und was dann 2100 alles sein wird! Man möchte es vielleicht gar nicht so genau wissen, und man wird es eh nicht erleben müssen.

Wer jetzt kein Kind mehr ist, hat die besten Chancen, allen weiteren denkbaren Klimakatastrophen auf natürlichem Weg zu entgehen. So gesehen geht’s   einen eigentlich eh nichts an, ob am Nordpol die Sahara ausbricht oder sonst was. Aber die Kinder, die eigenen und die fremden, dürfen einem schon leid tun. Wie diese Welt herabgewirtschaftet wird. Als würde eine neue nachwachsen.

— Mag. Renate Plöchl

 

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