Die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit

Veröffentlicht von

Ägypter, Chinesen, Griechen und Römer taten es schon vor langer Zeit: sie verehrten aus Anlass der Ernte ihre Götter.

„Die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit“ wird als Gottesgeschenk betrachtet und die erfolgreiche Ernte wird gefeiert.

Als Noah die Arche verlassen hatte, gab Gott ein Versprechen: `Solange die Erde besteht, soll es immer Saat und Ernte … geben´ (Gen 8,22). Und dem Volk Israel trägt er zwei Erntefeste auf (lesen Sie unter Ex 23,16 nach). Unser Erntedankfest wird um 1770 von der Kirche als Fortsetzung bäuerlicher Erntefeste aufgegriffen. Seit 1972 ist der 1. Sonntag im Oktober für den Erntedank festgelegt.

Das Erntedankfest ist ein Fest, das Kinder anspricht. Die vielen Gaben sind mit ihrer Farbenpracht und ihrem Duft ein Fest für die Sinne.

Zusätzlich lässt das Erntedankfest auch nachdenklich stimmen. In unserer Zeit erleben wir immer weniger den jahreszeitlichen Wechsel, den Zusammenhang von Säen und Ernten, von Wetterlage und Wachsen, von Pflegen und Gedeihenlassen. In vielerlei Hinsicht machen wir uns unabhängig von Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Witterungen. Unabhängig von der Ernte und den Jahreszeiten kann z.B. vieles das ganze Jahr über gekauft werden. Supermärkte, globale Warenwirtschaft und –lagerhaltung lassen heute fast vergessen, wie wichtig die Ernte ist. Vieles ist modern und leistungsfähig: Anbau, Bearbeitung, Ernte, Verarbeitung und Verteilung – wer denkt da noch an Arbeit und Erntemühen des Bauern?

Das Wichtigste hat sich nicht geändert: Wetter und Gedeihen liegen allein in Gottes Hand. Davon sind wir abhängig.

— hector pascua

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.