Der November

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Langsam geht das Jahr zu Ende. Die Nächte werden länger und die Tage kürzer. Früher, als es noch keinen elektrischen Strom gab und die Kerzen nicht gerade billig waren, versuchte man, sich dem Tagesrhythmus anzupassen. Und es kehrte allmählich Ruhe ein. Heute, wo der Strom die Nacht zum Tag macht und der Lärm bis spät nicht enden will, ist es nicht so einfach, zur Ruhe zu kommen. Doch es ist nicht leicht, Gott außerhalb der Ruhe zu finden.
Der Monat November, der dem Leben nach dem Tod gewidmet ist, soll uns aber daran erinnern, dass unser derzeitiges Leben nicht alles ist. Der erste Tag dieses Monats erinnert uns an die Menschen, die von uns gegangen sind und bereits ihr Ziel, den Himmel, erreicht haben. Der zweite Tag ist dem Gedenken an die Menschen, die zwar von uns gegangen sind, von denen wir aber nicht wissen, ob sie den Himmel schon erreicht haben.
So sollen uns diese zwei Tage und die sich zur Ruhe begebende Natur zur Besinnung anregen. Denn auch unser Leben hat früher oder später ein Ende.
Besinnen wir uns auf die Dinge nach dem Leben. Wo will ich hin? Will ich zu dem, der mich durch meine Eltern geschaffen hat? Dann sollte ich mich mit ihm gut anfreunden. Oder will ich mit Gott nichts zu tun haben? Dann sollten wir auch mit Konsequenzen rechnen.
Nehmen wir uns in diesen Tagen wirklich Zeit, darüber nachzudenken und uns auf den erkannten Weg gut vorzubereiten. Und suchen wir die richtigen Begleiter und Helfer dazu. Nehmen wir uns die Zeit dafür!
(Wilhelm Stetina, Diakon)

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