DER JÄNNER

Der erste Monat im Jahr ist nach dem doppelgesichtigen römischen Gott Janus benannt. Er bewachte Ausgang und Eingang, schaute in Vergangenheit und Zukunft. Das mag selbst der jungen Christenheit gefallen haben. Sie ließ Janus seinen Platz und strich den Hartung  der Germanen  aus dem Kalender.

Wer sich vorgenommen hat, braucht Motivation. „Höre nie auf anzufangen und fange nie an aufzuhören“, ist eines der Leitworte, die man sich jetzt ins Tagebuch schreibt. Die Kirche geht gleich zur Sache. In ihrer uralten Liturgie bekräftigt sie nach dem Fest der Erscheinung des Herrn, wer da an Weihnachten im Fleisch erschienen ist: Gottes Sohn.

Der ersten Tag des Jahres schenken wir nach wiederbelebter Tradition der Gottesmutter Maria. Ihr drücken wir die Friedenspalme in die Hand, denn  es ist Weltfriedenstag. „Nicht sterben und ausrotten und dreinschlagen, nicht einreißen, weinen und hassen, sondern pflanzen und gebären, heilen und aufbauen. Frieden machen und lachen, wie es bei Kohelet steht: alles hat seine Stunde, und die erste heißt Frieden.

Rund um den Dreikönigstag am 6. Jänner ziehen die Kinder als Sternsinger von Haus zu haus—dies ist  heuer leider nicht aktuell  wegen der Coronapandemie .

Mitten in der Winterkälte beten wir für die Einheit im Glauben. Irgendwann muss Gott das Eis zwischen den  Christlichen Kirchen doch mal brechen. Hellsichtige sagen, es gebe nur ein Rezept: die Christen insgesamt müssten Christus-ähnlicher werden. Das käme der ganzen Welt zugute, würde die Unterschiede aufheben und alles Trennende auflösen.

Die Heiligen im Jänner: Franz von Sales (24.), Thomas von Aquin (28.), einer der erstaunlichsten Köpfe des Abendlandes oder Don Bosco ( 31.) der fröhliche Heilige, der die Kinder so liebte und sie ihn.

An Bekehrung des Paulus (25.) dreht sich der Winter in seinem Bett, nach alter Volkssage mit ihm das Gewürm in der Erde und die Tiere im Winterschlaf. In zwei Monaten wird geweckt. Schon regt sich unter dem Schnee das Brot für den nächsten Sommer. – – aus Image

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