Neues Jahr 2021

Wieder stehen wir vor der Schwelle eines neuen Jahres. Was wird es uns bringen? Allzu gerne würden wir wissen wollen, was im neuen Jahr geschehen würde. So mancher „Wahrsager“ hat in dieser Zeit Hochsaison. Und weil wir ein gutes, neues Jahr haben wollen, aber eigentlich nicht wissen, was es bringt, wünschen wir uns Glück, Erfolg, eventuell Reichtum und Wohlstand, und vor allem Gesundheit. Ist das aber wirklich das Wichtigste? Haben wir dabei nicht etwas viel wichtigeres vergessen? Wo haben wir Gott für das neue Jahr gelassen?
Der erste Tag des neuen Jahres ist der Gottesmutter Maria gewidmet. Sie kann uns gut in das neue Jahr führen. Sie hatte keine Probleme mit Schriften aus dem Vatikan. Sie sagte Ihr „Ja“ zu dem, was Gott von ihr wollte. Uneingeschränkt, bedingungslos, mit dem ganzen Einsatz ihres Seins. Dieses „Ja“ war nicht nur so dahin gesprochen. Es war ein „Ja“ der Ausgrenzung aus der damaligen Gesellschaft. Ein „Ja“ des Verachtetseins wegen eines außerehelichen Kindes. Ein „Ja“ , das  den Tod durch Steinigung nach sich ziehen könnte, weil das Gesetz es so vorschrieb. Auch wurde das Leben dadurch nicht leichter. Die Älteren von uns haben noch von den sieben Schmerzen Mariens gelernt. Dieses „Ja“ ging bis zum toten Leib ihres Sohnes auf ihrem Schoß. Und trotzdem sagte sie ihr „Ja“. Gegen alles damalige Verständnis, weil sie daran glaubte, dass Gott sie halten würde (Luk. 1,45).

Sicher, wir sind nicht wie Maria von der Erbschuld ausgenommen. Aber wir haben ihre Hilfe vom Himmel aus. So können auch wir unser ganzes „Ja“ zu dem sagen, was Gott uns in diesem neuen Jahr geben will. Wenn wir so unser Ja geben, können wir zumindest einen Teil der Welt retten: uns, und auch mitunter unsere Umgebung. Wenn wir auch unscheinbar sind, so sind wir doch mächtig durch die Heiligen, durch die Engel und vor allem durch Gott selbst. Lohnt sich da nicht unser „Ja“. In diesem Sinne: ein gesegnetes, neues Jahr mit Maria.
(Wilhelm Stetina, Diakon)

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