Fasching – eine narrische Zeit

Fasching ist wohl eine närrische Zeit. Und so mancher Christ fragt sich insgeheim: „Darf ich als Christ Fasching feiern?“ Sicher, in dieser Zeit steigen die Kriminalfälle ziemlich nach oben. Ist also für einen Christen Fasching feiern verboten?
Der Fasching kommt eigentlich aus einem religiösen Bereich. Früher hatte man Angst vor den langen, dunklen Nächten des Winters, weil man glaubte, in dieser Dunkelheit treiben Dämonen und böse Geister ihr Unwesen. Die Menschen hofften, diese Mächte durch Erschrecken und Lärm zu erschrecken und damit zu vertreiben. Das Brauchtum in einigen Gegenden in Österreich zeugt noch davon, wie der Perchtenumzug und der Glöcklerlauf. Man wollte diese Mächte los werden und so das Unglück verbannen.

Mit der Zeit wandelte sich aber der Hintergrund. Wenn man sich hinter einer Maske verbergen kann, ist man leicht geneigt, Dinge zu tun, an die man, wenn man erkannt wäre, nicht einmal denkt. Dazu kommt der übermäßige Konsum von Lebensmittel und, leider, auch der übermäßige Gebrauch von Alkohol und Drogen. Daraus ergibt sich die hohe Quote der Kriminaldelikte.
Wie schaut das jetzt in der Sicht der Christen aus? Es ist gut, in dieser Zeit zu feiern. Wir Christen haben auch genug Grund dazu. Die Geburt des Lebens in Jesus Christus; der Abschluss eines gut gelaufenen Jahres; die Hoffnung auf ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr. Warum sind uns diese Dinge so wichtig. Steckt da nicht auch eine gewisse Art von Angst dahinter. Haben wir jetzt nicht auch gemerkt, wie durch Covid alles sehr rasch niedergehen kann. Jesus machte uns schon vor 2000 Jahren mit seinem Leben darauf aufmerksam, dass alles vergeht und nur eines wichtig ist: die Entscheidung von Gut und Böse. Diese beiden Eigenschaften sind ewig (Math. 18,8ff). Wenn wir uns aber für das Leben, für Christus, entschieden haben, dann brauchen wir keine Angst zu haben. Denn die Bibel ist voll von Aussagen über die Barmherzigkeit Gottes. Er selbst steht dann voll hinter jedem einzelnen.
Daher können wir ruhig feiern, wenn wir die Ankündigungen der Bibel als Maßstab nehmen. Wir dürfen uns freuen und fröhlich sein, wenn wir den Mitmenschen damit nicht zu nahe treten. Daher wünsche ich einen wunderbaren Fasching.
(Wilhelm Stetina, Diakon)

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