Sind Sie jetzt glücklick?

Vielleicht macht Ihnen diese Frage Stress, da Sie womöglich denken „Ich  sollte eigentlich glücklich sein, bin es aber aus irgendeinem Grund nicht.“ Das wäre auch ganz normal. Glück und Unglück sind die zwei Extreme. Der Großteil  des Lebens spielt sich dazwischen ab. Kein Grund zur Panik also. Doch genau diese Panik bekommen viele Menschen. Denn ständig wird suggeriert, dass wir endlich glücklich sein sollen. Trotzdem gelingt uns das nicht immer. Und dann glauben wir, bei uns stimmt etwas nicht – weil wir ja glücklich sein müssten. Statt der permanenten Glückshetze könnten wir auch versuchen, die Phasen dazwischen mehr zu schätzen. Es muss nicht immer alles voller Euphorie gemacht und erlebt werden. Auch die Phasen dazwischen machen das Leben reicher. Und dazu gehören auch die Tiefpunkte. Wäre Glücklichsein überhaupt noch so gut, wenn es ein Dauerzustand wäre? Die Hirnforschung hat übrigens herausgefunden, dass das menschliche Gehirn sowieso nicht für dauerhaftes Glück gebaut ist. Das Glücksempfinden ist vielmehr ein Belohnungssystem für besondere Erfahrungen und Erlebnisse. Wenn es also wieder mal gar nicht klappt mit dem Glücklichsein, können Sie sich auf die Evolution ausreden. Eines Ihrer Glückshormone heißt Dopamin. Das ist der Champagner in Ihrem Weinkeller und nicht das Leitungswasser.                

In unserer Gegend schmeckt aber auch das Leitungswasser sehr gut und macht nicht so rauschig. Und man kann  so manches damit reinigen. Sogar Denkmäler, auf denen gerne Tauben sitzen. Für unser Glücksempfinden ist das wichtig. Denn manchmal sind wir die Taube. Und manchmal das Denkmal. 

© Renate Plöchl, 0676 31 38 390                                         

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