Rosenkranzmonat

Zur 100-Jahrfeier von Fatima kam in den Kinos ein Film mit gleichnamigen Titel. Ich hatte ihn auch gesehen. Am Anfang dachte ich mir: das kenne ich ja schon alles. Aber dann kam ein Teil, der für mich ziemlich  interessant war. Er zeigte die Auswirkungen des Rosenkranzgebetes. Auch für uns Österreicher hat der Rosenkranz Auswirkungen. Denken Sie an 1683: Das Ende der Türkenbelagerung, oder an 1955: die Verkündigung der Freiheit Österreichs im Belvedere. Vieles geschah auf Grund des Rosenkranzgebetes. Vielleicht hatten Sie selbst sogar eine Erfahrung in dieser Richtung gemacht.

Sicher, nicht jedes Rosenkranzgebet geht so in Erfüllung, wie sich der Beter es erwünscht. Der Rosenkranz ist auch kein Automat: oben wird das Gebet hineingegeben und unten kommt die ersehnte Tat heraus. Auch ein bloßes Lippenbewegen mit Beanspruchen der Stimmbänder wird nicht unbedingt zum Erfolg führen. Gerade in diesem Monat aber sollten wir uns eingehender damit befassen. Es wäre am Beginn dieses Gebetes gut sich darauf einzustellen, was ich jetzt tue: ich spreche mit Gott, ich versetze mich in die Gegenwart Gottes und betrachte mit Maria das Leben Jesu. Wenn mit dem Beter das Herz mitbetet, ist es auch sehr wahrscheinlich, dass das Gebet erhört wird. Es kann aber sein, dass ich auf ein Ergebnis warte, aber es will nicht kommen. Gott hat unser Gebet erhört. Aber er ist auf einer höheren Warte. Er sieht besser und weiter. Und, wenn er sieht, dass in Fortsetzung für den Beter kein gutes Ende kommt, wird Gott die Bitte dieses Gebetes nicht erfüllen, aber dort hinzufügen, wo es für ihn besser ist. Daher soll bei jedem Gebet die Bitte Jesu mitschwingen: aber wie du willst (Math. 26,39).

Wenn wir in dieser Haltung beten, wird sich auch unser Wesen mit der Zeit verändern. Es könnte auch gut sein, dass wir das erleben, was Jesus zu Philippus gesagt hat: „… und wird noch größeres vollbringen (Joh. 14,12)“.Diese Erfahrung wünsche ich auch Ihnen, besonders im Rosenkranzmonat.

(Wilhelm Stetina, Diakon)

Bild: pixabay.com

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