Vorschlag zur Gestaltung der Firmgruppenstunde am 4. September

Inhalt:

Symbole der Firmung Ablauf der Firmung

Bezug zum eigenen Leben Zeit zum Beten

Heiliger Geist??!!

1. Station – Feier der firmung – Firmritus durchspielen

Material: Ablauf der Firmung

Gemeinsam den Firmritus durchspielen, da er den Jugendlichen in der Regel fremd ist.

Achtung: Hände desinfizieren!

Taufbekenntnis: gemeinsam antworten „ich widersage“ und „ich glaube“.

Spürt, dass es stark macht, gemeinsam zu glauben!

Chrisamsalbung: Legt euch gegenseitig die Hände auf und spürt, dass es ein tolles Gefühl ist, wenn dir jemand den Rücken stärkt!

Antwort auf die Firmspendung üben: „Der Friede sei  mit  dir.“ und  als  Antwort: „und  mit  dir“ oder „und mit deinem  Geiste“.

Fragen beantworten

Abschluss: Kreuzzeichen in die Handfläche zeichnen: „Du bist gesegnet!“

Material

Ablauf Firmspendung/ Die Feier der Firmung

Die Firmspendung findet nach dem Evangelium und der Predigt statt. Der Firmspender nimmt das Taufbekenntnis der Firmlinge entgegen.

Der Firmspender frägt die Firmlinge: „Widersagt ihr dem Satan und allen Verlockungen des Bösen?“

Die Firmlinge antworten gemeinsam: Ich widersage.

Firmspender: Glaubt ihr an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde?

Firmlinge: Ich glaube.

Firmspender: Glaubt ihr an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der geboren ist

von der Jungfrau Maria, der gelitten hat und begraben wurde, von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt?

Firmlinge: Ich glaube.

Firmspender: Glaubt ihr an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben?

Firmlinge: Ich glaube.

Firmspender: Das ist unser Glaube, der Glaube der Kirche, zu dem wir uns in Jesus Christus bekennen.

2. Station – gesalbt

Riechen

Material: Salben, Rosenöl, Cremes

In der Mitte liegen mit einem Tuch verdeckt Sonnencreme, Handcreme, Sportgel, Massageöl, Rosenöl

Die Jugendlichen schließen die Augen und halten die offene Handfläche nach vorne, sie bekommen ein (Rosen-)Öl auf die Hand getropft und raten was das ist. Anschließend wird die Mitte aufgedeckt.

Überlegt euch, warum wir Cremes und Salben verwenden? Welche  Bedeutung  könnte salben“ in der Firmung haben?

Impuls für Firmbegleiter:

Der Name Christus kommt aus dem Griechischen und bedeutet „der Gesalbte“.

Als Getaufte*r und Gefirmte*r ist man Christus ganz zugehörig und beauftragt, ihn in der Welt spürbar zu machen sowie in seiner Kraft zu leben und zu wirken. Schon im Alten Testament ist die Salbung ein Zeichen für die Mitteilung des Geistes Gottes. Könige, Priester und Propheten wurden gesalbt. Gottes Geist soll ihnen Kraft geben, das Volk nach dem Willen Gottes zu führen.

Firmung: Der Geist Gottes wirkt in dir. Du bist vom Geist Gottes erfüllt. Du hast nun die Aufgabe, die Botschaft Gottes zu leben. „Ich werde gestärkt, um als Christ leben zu können.“

3. Station – sei besiegelt

Brief an sich selbst schreiben

Material: Siegelwachs, Briefumschläge, leere Blätter, Stifte

Aufgabe: Schreibe einen Brief an Dich selbst und versiegle den Umschlag. Der Brief wird ein paar Wochen später den Jugendlichen per Post zugeschickt.

Ein versiegelter Brief macht deutlich, dass er einzigartig ist, dass er persönlich ist, dass er verschlossen wurde und Wichtiges enthält.

Wenn du besiegelt wirst, dann ist das ein Zeichen der Echtheit, der Ernsthaftigkeit und des Vertrauens, das Gott in dich setzt.

Gottes Geist macht dich einzigartig und unverwechselbar.

Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!

Überlege dir, warum du dich firmen lassen möchtest – an was glaubst du in deinem Leben, warum ist dir dein Glaube wichtig? Welche inneren Schätze, Fähigkeiten und Kräfte schlummern in dir?

Schreibe einen Brief mit deinen Lebensfragen, schreibe was dich beschäftigt, was dir wichtig ist, was dich einzigartig macht.

Versiegle den Brief mit Siegelwachs

und in ein paar Wochen bekommst du ihn zugeschickt. Bitte unbedingt deine Adresse auf den Umschlag schreiben und in die Schachtel legen.

4. Station – Wirken des Heiligen Geistes

Bildbetrachtung „Pfingsten“ von Thomas Zacharias

Material: für jeden eine Kopie des Bildes „Pfingsten“ von Thomas  Zacharias, Buntstifte

Nimm dir ein Bild und schau es in Ruhe an. Was entdeckst du? Erzähl den Anderen was du siehst. (Impuls: „Beschreibe was du siehst!“)

Ergänze den Satz: „Das Bild wirkt auf mich,        “

Gib dem Bild einen Titel und schreibe den Titel zu deinem Bild dazu.

Gemeinsam die Bibelstelle Apostelgeschichte 2,1-12 lesen; Vergleicht das Bild mit dem Text – was ist dargestellt?

Nimm dir Farben und gestalte das Bild neu. Hebe die Aussage deines Titels mit Farben im Bild hervor.

5. Station – Firmkreuz gestalten

(Holzkreuze bekommen die Firmlinge zum Bemalen!)

Kreativstation: Kreuz bemalen

Material: Kreuze aus Holz, Acrylfarben, Pinsel, Klarlack

Aufgabe: Bemale und gestalte dein Firmkreuz. Du bekommst es zur Firmung von uns geschenkt 🙂

gestalte es als Lebens- und Hoffnungsbaum

gestalte es Zeichen deiner Verbundenheit mit Gott

gestalte es als Erinnerung an die Firmung

gestalte es als Auferstehungskreuz

gestalte es als dein Lebenskreuz

6. Station – Hand

Firmung ist für mich wichtig, weil…

Material: DIN A5  Blätter, Stifte, Firmstatements

Male deine Hand auf und schreibe um die Hand herum, warum dir dein Glaube wichtig ist.

In der Firmung legt dir dein Firmpate die Hand auf und der Bischof bezeichnet dich mit dem Kreuzzeichen.

Male die Hand in einer Farbe an, mit der du das Handauflegen verbindest.

Suche dir ein Statement aus, warum  für  dich  die Firmung besonders wichtig ist.

(Statements zur Auswahl auflegen)

Firmstatements

Die Firmvorbereitung und die Firmung selbst ermöglichen mir religiöse Erfahrungen zu machen. Ich darf Kirche ganz anders erleben.

Zum Erwachsen-Sein gehört, dass ich als freier Mensch, meine Geschichte, mein Geworden-Sein, meine Herkunft dankbar und in Würde annehmen kann.

In der Firmung wird der Einzelne öffentlich und mit seiner Zustimmung hineingenommen in die Gemeinschaft der Kirche als der vom Heiligen Geist geeinten Gemeinschaft.

Gott hat den Menschen bei seinem Namen gerufen. Der Name ist symbolischer Ausdruck des individuellen Seins. Es gibt mich, ich bin und ich lebe. Unser Name ist Ausdruck dieser besonderen Würde, mit der wir von Gott berufen sind, die Welt zu gestalten.

Durch die Salbung mit Chrisam kommt zum Ausdruck, dass wir königliche, prophetische und priesterliche Menschen sind, mit einer göttlichen Würde und Schönheit.

In der Firmung feiern wir, dass aus Mädchen junge Frauen und aus Jungen junge Männer werden. „Ich bin okay, so wie ich bin. Mit meinen Stärken und Schwächen, meinem Aussehen, meiner Sexualität, meinem Eigen-Sinn. Allem, was mich als Mann und Frau ausmacht.“

Wichtig ist es miteinander zu reden und mich selber zu fragen: „Wer bin ich in dieser Welt?“ Die Firmvorbereitung und die Firmung bietet die Chance sich über die eigene Identität klarer zu werden.

Ich möchte mit mir selber, meinem inneren Feuer und mit Gott, der das Feuer entfacht hat, in Kontakt kommen.

7. Station – Taufe

Christ sein – ein Gebet schreiben

Material: Taufbecken, Osterkerze, Bibel, ggf. Weihwasser, Taube (Kopie der Picasso Taube), Stifte

Du bist getauft auf Jesus Christus (nicht auf deinen Namen!!!)

Erzählt von eurer Taufe, was weißt du von Fotos, wer ist dein*e Taufpate/Taufpatin

Überlege dir, was es für dich heißt, Christ zu sein. Ergänze den Satz.

„Christ sein“ heißt für mich…

Lies deinen Satz vor und lege ihn zur Osterkerze dazu. Macht bewusst ein Kreuzzeichen mit Weihwasser zur Erinnerung an die eigene Taufe

und das eigene Christ sein (Achtung Corona – ohne Weihwasser)

In der Taufe beginnt der Weg eines jeden Christen. Der Geist Gottes begleitet uns auf diesem Weg. Hör dir dazu die Bibelstelle von der Taufe Jesu an (Mt 3,13-17)

Schreibe ein Gebet für dich, für Menschen die dir wichtig sind, für deine Eltern, für Menschen in Not. Schreibe es in oder um die Taube herum und lest euch euer Gebet vor.

8. Station – begeistert

Kreativstation – gemeinsam ein großes Plakat/Leinwand gestalten

Material: Spraydosen, Vorlagen, Acrylfarben, Zeitschriften für Collage

Welche Wünsche/Träume hast du für deine Zukunft? Wovon bist du begeistert?

Worauf hast du Lust? Was gibt dir Kraft und Schwung?

Male und schreibe von deiner Lebenslust – deiner Begeisterung!

Jetzt – hier – von dir – alle gemeinsam….

„Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde. Die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag über dem Urmeer. Über dem Wasser schwebte Gottes Geist.“ Basis Bibel (Gen 1,1-2)

9. Station – 7 Gaben des Heiligen Geistes

Gaben kennenlernen

Material: Teelichter, 7  Gaben,  Rollen, Plakate mit  den 7 Gaben, Gebet  um  die  7  Gaben

Welche Gabe ist dir momentan am wichtigsten?

Schreibe spontan deine Gedanken zu den sieben Gaben des Heiligen Geistes dazu. Was bedeuten sie konkret im Leben?

Bete leise das Gebet um die Gaben des Heiligen Geistes.

Der Firmspender lädt die Gemeinde zum Gebet ein, etwa mit folgenden Worten: Lasset uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater. Sende den Heiligen Geist herab auf diese jungen Christen, die in der Taufe wiedergeboren sind zu ewigem Leben. Der Heilige Geist stärke sie durch die Fülle seiner Gaben und mache sie durch seine Salbung Christus, dem Sohn Gottes, ähnlich.

Chrisamsalbung

Die Firmlinge kommen einzeln nach vorne. Sie werden von einer Patin oder einem Paten begleitet. Der Pate oder die Patin legen die rechte Hand auf die Schulter des Firmlings. Der Firmling nennt seinen Vornamen.

Der Firmspender taucht den rechten Daumen in das Chrisam und zeichnet damit auf die Stirn des Firmlings ein Kreuz.

Firmspender: Name, sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.

Gefirmte: Amen.

Firmspender: Der Friede sei mit dir.

Gefirmte: Und mir dir/ und mit deinem Geiste.

Stelle eine Kerze  zu der Gabe, die für dich gerade sehr wichtig ist

Gebet um die 7 Gaben des Heiligen Geistes

Wir bitten dich, Gott, sende uns deinen Heiligen Geist, den Beistand.

Den Geist der Weisheit, der uns aus der Freude leben lässt, dass Du „Ja“ sagst zu jedem Menschen.

Den Geist der Einsicht, der uns den Blick öffnet für andere und uns lehrt, sie zu verstehen.

Den Geist des Rates, der uns auf Deine Anregung hören lässt

und uns ein Gespür dafür gibt, was andere von uns erwarten dürfen.

Den Geist der Erkenntnis, der uns hilft, uns und andere mit den Augen der Liebe zu sehen und anzunehmen.

Den Geist der Stärke, dem nicht der Atem ausgeht, wenn es darauf ankommt, der vielmehr uns seine Kraft gibt.

Den Geist der Frömmigkeit, der uns anregt, Dich anzusprechen durch unser Lob, unseren Dank und unsere Bitte.

Den Geist der Gottesfurcht, der uns bereit macht, Deine Größe anzuerkennen und uns von Dir leiten zu lassen.

Amen.

10. Station – mach mal Pause

Pausenstation

Material: gemütliche Ecke,

Getränke, Kekse/Obst

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