Sommerzeit ist Urlaubszeit

Und je näher der Urlaub rückt, desto mehr Gedanken beschlagnahmt er für sich. Wie schön wird das doch wieder sein. Und dann – ist er da. Man rollt Kilometer um Kilometer herunter. Steckt vielleicht sogar längere Zeiten im Stau. Und kommt ziemlich entnervt zum Zielort. Danach benötigt man zwei bis drei Tage zum Eingewöhnen, und damit ist ein guter Teil des Urlaubs vergangen und man denkt vielleicht schon wieder an das Zusammenpacken. Müde, und mit den Nerven am Ende, erreicht man dann die heimatliche Wohnung. Nächsten Tag, in der Arbeit, sehnt man sich wieder nach einer Zeit des Ausruhens.
Das ist aber nicht der Sinn des Urlaubes. Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, da war eine Reise nach Gänserndorf schon eine richtige Urlaubsreise. Und es gibt viele schöne Flecken in Österreich. Da ist für jeden etwas drinnen: Berge für Bergwanderer, Seen für Schwimmbegeisterte, Möglichkeiten für Rad- und Wandertouren und vieles mehr.
Sicher gibt es Menschen, die zum Beispiel geschichtsträchtige Plätze oder kunstvolle Burgen und Schlösser besuchen wollen. Aber man muss ja nicht gleich alles auf einmal sehen wollen. Wo bleibt die Zeit, in der man die Seele baumeln lassen konnte, die Schönheit der Natur bewundern und an die Liebe Gottes denken konnte, der uns das alles gelingen ließ, was wir geschaffen haben? Wo bleibt die Zeit, in der wir Gott danken, was uns durch Ihn gelungen ist?
Vergessen wir Gott nicht im Urlaub. Dann werden wir wieder mit neuen Kräften das neue Arbeitsjahr beginnen können. Also: schönen Urlaub!

(Wilhelm Stetina, Diakon)

Share this...
Share on Facebook
Facebook
0Tweet about this on Twitter
Twitter