2. Gebot

2. Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen.  (Ex 20,7)

„Jesas, Maria und Josef…“ Solche und ähnliche Aussprüche hören wir öfter oder hatten sie selbst schon gesprochen. Aber was drücken diese Aussprüche aus? Sie zeigen, was der Sprecher von Gott wirklich hält.  Früher waren das Aussprüche, die wirkliches Gebet beinhalteten, das Jesus, Maria und Josef – somit die hl. Familie bei bestimmten Nöten helfen mögen. Aber, wie schaut das heute aus? Mag sein, dass der eine oder andere diesen Ausspruch noch wirklich ernst meint. Aber weit öfter ist es doch zu einem Ausspruch der Verwunderung geworden, der mit einem Gebet wohl kaum mehr etwas gemein hat. Das zeigt, dass uns der Name Gottes, wie immer er auch gemeint war, nicht sehr heilig ist.

 Ähnlich ist es mit unserer nonverbalen (wortlosen) Sprache. Denn jede Geste, ja jede Bewegung, zeigt, wie wir zu Gott stehen. Wir werden uns anders verhalten, wenn Gott bewusst in unserem Leben einen hohen Stellenwert hat, oder ob er kaum in unserem Leben eine Rolle spielt.

Vom   Hl. Franziskus erzählt man sich folgendes: Franziskus ging mit seinen Mitbrüdern zu einer Ortschaft, um dort zu predigen. Unterwegs begannen sie, den Rosenkranz zu beten. Nach einer Weile fragte einer der Mitbrüder, wann sie denn eigentlich zu predigen beginnen? Darauf gab Franziskus die Antwort, dass sie ja schon die ganze Zeit predigten.

Wie sieht es da eigentlich bei uns aus? Wie ist denn meine Predigt?

(Wilhelm Stetina, Diakon)

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