Am Sonntag, dem 21. Juni 2026, feierte die Pfarrgemeinde Leopoldau mit dem pfarrer, Ivica Stankovic bei strahlendem Wetter ein ganz besonderes Familienmesse: Das „Fest des Lebens“. Unter freiem Himmel im grünen Pfarrhofgarten kamen Jung und Alt zusammen, um das Leben in all seinen Facetten zu feiern, zu danken, aber auch über die schweren Momente nachzudenken.
Bereits das Eröffnungslied „Die Menschen sind alle verschieden“ stimmte die Mitfeiernden darauf ein, dass jeder Mensch einzigartig ist. In ihrer Einführung betonte Sissi, wie schön das Leben und die Natur um uns herum sind, dass das Leben aber nicht für jeden gleich aussieht und uns manchmal auch Ängste plagen.






Unsere Ängste vor Gott tragen
Wie real solche Sorgen sind, machten die Kinder der Pfarre anschaulich: Sie hielten Bilder mit Begriffen wie Krieg, Krankheit, Dunkelheit oder auch der Angst vor einem „Fünfer“ in der Schule hoch. Doch der Gottesdienst zeigte schnell einen Weg aus der Ohnmacht. In einer berührenden Lesung aus Psalm 139 wurde spürbar: Gott ist bei mir, er lässt mich nicht allein – ob auf dem höchsten Berg oder im tiefsten Meer.
In ihrem Glaubenszeugnis griff Sissi Eichinger die Worte Jesu aus dem Evangelium auf: „Fürchtet euch nicht!“ Wir alle sind aufgerufen, als Jesu Hände und Füße füreinander da zu sein – in der Familie, der Schule oder am Arbeitsplatz –, um Ängste zu vertreiben. Und wenn menschliche Hilfe mal fehlt, dürfen wir auf Gott vertrauen, der uns neue Perspektiven schenkt.
Von der Angst zur Hoffnung
Ein besonders schöner Moment war die Verwandlung der Angstbilder: Die Kinder drehten die Karten auf die „hoffnungsvolle Seite“ um. Plötzlich standen dort kraftvolle Taten wie trösten, versöhnen, zuhören, einladen und spenden. Passend dazu wurde es am Ende bunt und lebendig: Die Kinder durften mit Luftballons spielen, die als Zeichen dafür standen, dass das Leben unter Gottes Schutz leicht und unbeschwert sein darf.
In den Fürbitten wurde neben der Vorfreude auf die kommenden Ferien und den Dank für das vergangene Schuljahr besonders an die Menschen gedacht, die unter Krieg und Not leiden.
Gemeinschaft und Hilfe für Uganda





Das Fest des Lebens endete nicht mit dem Schlusssegen. Getreu dem Motto „Taten sind mehr als Worte“ lud die Pfarre im Anschluss zum gemütlichen Beisammensein bei Sekt, Brötchen und dem traditionellen Pfarrkaffee ein. Die Spenden des Tages sowie die Erlöse des kulinarischen Teams kommen den drei Missionsprojekten der Pfarre zugute. Im Ottosaal konnten sich die Besucher zudem bei einem Infofilm über das aktuelle Hilfsprojekt in Uganda informieren.
Ein herzliches Dankeschön gilt der schwungvollen Band, dem kulinarischen Team und allen, die diesen lebendigen und hoffnungsfrohen Gottesdienst mitgestaltet haben! Mit dem schwungvollen Auszugslied „Hevenu schalom alechem“ und einem bunten Luftballon in der Hand wurden alle in eine gesegnete Sommer- und Ferienzeit entlassen.
- Hector Pascua