
Erlauben Sie mir ein paar sehr persönliche Wor-te zur Sommer-zeit. Ich mag sie nicht, meine innere Uhr, und die ist sehr ausgeprägt, braucht nahezu eine Woche, bis wieder Gleichklang ist zwischen mir und der neuen Zeit. Manche meinen, das ist lächerlich, aber ist es nicht – für mich zumindest.
Ich stelle meine Uhren schon am Abend um, nicht erst in der Früh, ich rede mir ein, es ist gut so, mehr Sonne, ein längerer Tag, was auch immer. Wenn ich am ersten Tag der Sommerzeit meinen Hund anschaue, kein Kommentar…..
Eigentlich richtet sich die Zeit nach dem Stand der Sonne und da ist ist beim Höchststand der Sonne 12 Uhr Mittags.
Österreich-Ungarn führten bereits im Jahr 1916 eine flächendeckende Zeitumstellung ein, also haben wir 110 Jahre Sommerzeit. Im Jahr 1908 war uns Amerika voraus, die kanadische Provinz Ontario drehte an der Uhr.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Sommerzeit wieder abgeschafft, in Österreich im Jahr 1920.
Im Kriegsjahr 1940 führten die Nationalsozialisten die Sommerzeit wieder ein, 1948 wurde die Zeitumstellung wieder abgeschafft.
Dann kam die Ölkrise im Jahr 1973 und viele europäische Länder gingen wieder auf die Sommerzeit über. Österreich folgte 1979.
Diese unheitlichen Regelungen führten zu Problemen z.B. im internationalen Zugverkehr. Das führte dann zu einer einheitlichen Regelung, die seit 1996 für die EU inkl. Schweiz gültig ist.
Die Sommerzeit beginnt immer am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober.
Ein kleiner Nachsatz: es gibt keine Winterzeit, das ist die Normalzeit.
Und nochmals zum Beginn dieses Beitrages: es gibt Studien, die die Auswirkungen der Zeitumstellung an rd. 55 Tsd. Menschen untersuchten. Und es ist klar, dass die Auswirkungen bisher unter-schätzt wurden.
Der persönliche Biorhythmus kann doch empfindlich gestört werden. Im Normalfall passt sich unsere innere Uhr automatisch an den Tag-Nacht-Rhythmus an. Aber das ist eben nicht bei allen Menschen so, ein empfindlicher biologischer Anpassungsprozess wird durch die Zeitumstellung jäh unterbrochen. Und wir, diese Menschen, brauchen halt einfach ein bisschen länger….
Gesegnete Ostern!
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