
31 Jahre Jungscharlager – wenn ich diese Zahl ausspreche, wird mir erst richtig bewusst, wie viel Zeit vergangen ist. Wie viele Kinder ich in dieser Zeit begleitet habe. Wie viele junge Leiter/Innen herangewachsen sind. Einige von ihnen sind heute selbst Eltern – und bringen nun ihre eigenen Kinder ins Lager mit. Es ist ein besonderes Gefühl, wenn ich einem Kind erzähle, dass ich schon mit seinen Eltern gemeinsam am Lager war. Ein Gefühl von Kontinuität, von Vertrauen über Generationen hinweg.
Natürlich sind 31 Jahre auch eine lange Zeit für einen selbst. Manchmal frage ich mich, ob ich noch dazugehöre – ob ich mit meinem Alter noch in diese lebendige, oft laute, junge Gruppe passe. Die Energie der Jugendlichen ist bewundernswert, aber auch anstrengend. Trotzdem spüre ich jedes Jahr aufs Neue: Ich werde gebraucht. Ich werde geschätzt. Die Kinder freuen sich, wenn ich dabei bin. Und viele Leiter/Innen suchen das Gespräch, den Austausch, manchmal auch einen Rat. Vielleicht ist es genau das, was ich geben kann – Erfahrung, Ruhe, ein offenes Ohr. Ich merke: Eine Vaterfigur tut manchmal gut.
Solange ich körperlich kann und die Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spüre, möchte ich weiterhin mitfahren. Es erfüllt mich, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Es ist mehr als ein Lager – es ist eine Familie auf Zeit, die wächst, sich verändert, aber in ihrem Kern zusammenhält.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch der Pfarrgemeinde Leopoldau von Herzen danken. Ohne die Unterstützung der Pfarre und ihrer haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/Innen wäre mein Engagement in der Ju-gend-, Kinder- und Elternpastoral nicht möglich gewesen. Die Pfarre hat mir nicht nur Raum gegeben, mich einzubringen – sie hat mir auch das Vertrauen geschenkt, über Jahrzehnte hinweg Teil dieser wichtigen Arbeit zu sein. Dafür bin ich unendlich dankbar.
Ein großes Danke an alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben – Kinder, Eltern, Jungscharleiter/Innen und alle, die im Hintergrund mitgewirkt haben. Ihr habt mich mit meinen Stärken und Schwächen aufgenommen und mir das Gefühl gegeben, dazuzugehören. Diese 31 Jahre haben mein Leben bereichert – und ich hoffe, ich konnte auch etwas zurückgeben.
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Begegnungsnachmittag—Am 13. September findet im Pfarrhof ein gemeinsames Begegnungstreffen der Firmkandidaten und ihrer Paten aus den beiden Pfarrgemeinden Leopoldau und Herz Jesu statt. Dieses Treffen bietet Gelegenheit, sich besser kennenzulernen, sich auszutauschen und sich gemeinsam auf das Sakrament der Firmung vorzubereiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle des Paten oder der Patin: Was bedeutet es, ein Firmpate zu sein? Welche Verantwortung ist damit verbunden? In Gesprächen und kurzen Impulsen wird dieser wichtige Aspekt des Glaubensweges beleuchtet. Außerdem wird das Symbol der Handauflegung erklärt – eine zentrale Geste während der Firmung, bei der sowohl der Firmspender als auch der Pate dem Firmling die Hand auflegen. Diese symbolische Handlung steht für Beistand, Kraft und die Weitergabe des Glaubens. Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen und Fragen zu stellen.
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Der Sommer geht allmählich zu Ende, und der Alltag kehrt zurück. Die Urlaubszeit liegt hinter uns – jetzt beginnt ein neues Schuljahr, ein neues Arbeitsjahr, auch in der Pfarre. Der gewohnte Rhythmus nimmt wieder Fahrt auf.
Mit dem Ende der Sommerpause beginnt für viele ein neuer Abschnitt. Erholt und mit frischer Energie aus den Ferien starten wir ins kommende Jahr.
Ein Neubeginn bringt oft auch neue Ziele mit sich. Man überlegt, was ansteht, welche Herausforderungen warten und welche Hoffnungen man mitnimmt. Es ist die Zeit, Pläne zu schmieden, Erwartungen zu formulieren und mit Zuversicht darauf zu schauen, was dieses Jahr möglich sein wird.
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Ein neues Jahr bringt auch immer eine neue Chance mit sich. Erfahrungen aus der Vergangenheit können genutzt werden, um weiterzuwachsen. Es entsteht Raum für frische Ideen und neue Perspektiven. Mit jedem weiteren Jahr wächst auch die Vertrautheit mit den Menschen, mit denen wir arbeiten und unseren Weg teilen.
Zu Beginn eines neuen Arbeitsjahres ist vieles offen. Wir wissen nicht, welche Aufgaben, Begegnungen oder Herausforderungen vor uns liegen. Doch gerade in dieser Ungewissheit liegt auch eine besondere Möglichkeit. Ich blicke mit Vertrauen und Hoffnung nach vorn – im Glauben daran, dass es ein gutes Jahr wird. Ein Jahr, in dem vielleicht manches noch im Verborgenen liegt, aber trotzdem schon keimt. Ein Jahr, in dem die Saat aufgehen kann, die wir gemeinsam ausbringen.
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Am 28. September feiern wir zum 71. Mal unser großes Erntedankfest – ein besonderer Anlass, der weit über die Pfarrgrenzen hinaus bekannt ist und jedes Jahr zahlreiche Besucher anzieht.
Ob der farbenfrohe Umzug mit liebevoll und aufwendig geschmückten Wagen, das fröhliche Beisammensein im Pfarrgarten bei Musik des Musikvereins Leopoldau oder die vielen kulinarischen Angebote – für jede und jeden ist etwas dabei.
Das Fest bietet nicht nur Geselligkeit und Begegnung mit alten und neuen Bekannten, sondern auch Raum für Dankbarkeit. Beim feierlichen Gottesdienst am Vormittag und der Andacht am Nachmittag können wir gemeinsam unseren Dank ausdrücken – für die Ernte, für das Miteinander und für all das Gute, das uns geschenkt wurde.
– Hector Pascua