Die festliche Ostersonntags-Familienmesse wurde heuer von zahlreichen Familien mit Kindern sowie vielen weiteren Pfarrmitgliedern besucht. Unter der liturgischen Leitung von Pfarrer Ivica Stankovic und mit viel Engagement vorbereitet von Elisabeth Eichinger entstand eine lebendige, farbenfrohe und hoffnungsvolle Feier des wichtigsten christlichen Festes.
Schon beim Betreten dem Pfarrgarten wurden die Besucherinnen und Besucher von buntbemalten Steinen auf den Tischen begrüßt – Symbole für die Steine, die uns im Leben belasten, aber auch für jene, die sich verwandeln und zu neuen Chancen werden können. Auf einem Seitentisch beim Altar standen Zweige mit Schmetterlingen und Ostereiern, darunter weitere Steine und Papiereier, die später im Gottesdienst eine besondere Rolle spielten.
Mit dem Lied „Manchmal feiern wir“ geleitet vom Kinderchor begann die Feier. Nach der Begrüßung durch den Priester führte Sissi in die österliche Stimmung ein. Sie erinnerte an den östlichen Ostergruß: „Christus ist auferstanden – Halleluja!“ „Er ist wahrhaft auferstanden – Halleluja!“
Sie erklärte den Brauch des Osterlachens: Weil der Tod sich an Jesus „verschluckt“ hat, wird er der Lächerlichkeit preisgegeben. Die Kinder wurden eingeladen laut zu lachen – und bald lachte die ganze Gemeinde miteinander. So wurde spürbar: Ostern ist ein Fest der Freude und der Freiheit.
Im Kyrie wurden die Steine des Lebens benannt: Unrecht, Hass, Neid, Angst – große Steine, aber auch kleine, die trotzdem schmerzen. Der Gedanke leitete über zur Botschaft des Festes: Zu Ostern ist der große Stein vom Grab weggerollt. Wege werden frei. Neues kann entstehen.
Die Lesung aus dem Römerbrief erinnerte daran, dass wir mit Christus verbunden sind – im Tod wie in der Auferstehung.
Sissi erzählte eine kurze Geschichte über einen Meister, der erklärte, was ein Genie ausmacht: die Fähigkeit, das Verborgene zu erkennen – den Schmetterling in der Raupe, das Huhn im Ei, den Heiligen im Menschen. Ein schönes Bild für die österliche Wandlungskraft.
Im Glaubenszeugnis und der kurzen Predigt wurde die zentrale Frage gestellt: Von welchem Stein soll mein Herz frei werden?
Ostern bedeutet: Gott holt uns aus unseren Gräbern, aus Angst, Dunkelheit und Enge. Wie bei Jesus kann sich auch in unserem Leben vieles wandeln. Symbole wie Raupe und Schmetterling oder Ei und Vogel machten diese Botschaft greifbar.
Kinder lasen Gedanken von kleinen österlichen Erfahrungen vor, die das Leben leichter machen:
- Wenn sich mein Leben plötzlich neu anfühlt
- Wenn jemand sagt: „Ich bin für dich da“
- Wenn nach einem Streit die Worte fallen: „Sind wir wieder gut?“
- Wenn jemand tröstet, Mut macht oder Rat gibt
- Wenn ich etwas besser mache als zuvor
Für die großen Steine des Lebens gilt: Wir dürfen sie Gott anvertrauen. Wenn er sie nicht wegnimmt, trägt er sie mit uns.
Nach den Verlautbarungen und dem Dank an alle Mitwirkenden spendete Pfarrer Ivica Stankovic den feierlichen Ostersegen.














Ostereiersuche im Pfarrgarten
Im Anschluss an die Messe fand im großen Pfarrgarten die traditionelle Ostereiersuche statt. Die Kinder waren mit Begeisterung unterwegs, um die vielen bunten Eier zu finden. Besonders spannend waren die 50 speziellen Eier, für die es kleine Preise gab – ein fröhlicher Abschluss des Festtages.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die die Osterliturgie mitgestaltet haben: den Musikerinnen und Musikern, den Ministrantinnen und Ministranten, den Lektorinnen und Lektoren, den Helferinnen und Helfern im Hintergrund sowie den Jungscharleiterinnen und -leitern, die den Pfarrkaffee und die Ostereiersuche vorbereitet haben. Dank ihnen wurde die Ostersonntagsmesse zu einem lebendigen Fest der Hoffnung und des Miteinanders.
- Hector Pascua/Bilder: Josef Eichinger/HPascua