Am vierten Adventsonntag stand unsere Feier unter dem Motto: „Es müssen nicht Männer mit Flügel sein“. Gemeinsam mit den Kindern und der Gemeinde machten wir uns auf die letzte Etappe unserer Adventreise – hin zur vierten Kerze und zur Ankunft des Herrn.
Zu Beginn zogen wir mit dem Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“ in die Kirche ein. Nach der Begrüßung durch den Priester erinnerte Sissi daran, dass wir vor drei Wochen in den „Adventzug“ eingestiegen sind. Am vierten Adventsonntag sind wir noch immer unterwegs und hielten Ausschau nach Engeln – nicht nur den himmlischen, sondern auch jenen, die uns im Alltag begegnen.
Ein Bibelwort begleitete uns: „Gott befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf allen deinen Wegen.“
In den Kyrierufen und im Tagesgebet baten wir um Wachsamkeit und Freude über Gottes Nähe.
Statt der Lesung hörten wir den Text „Es müssen nicht Männer mit Flügel sein“, der uns daran erinnert: Engel sind oft Menschen, die uns die Hand reichen, uns trösten oder einfach für uns da sind. Im Evangelium (Mt 1,18–24) erfuhren wir, wie Josef im Traum von einem Engel geführt wurde.



Sissi erzählte von bekannten Engelsgeschichten aus der Bibel – Gabriel bei Maria, die Engel bei den Hirten, Raphael als Begleiter – und schlug die Brücke zu den „Engeln“ in unserem Leben. In einer Pantomime überlegten die Kinder, was Engel tun: trösten, Freude schenken, begleiten, Licht bringen. Wir lernten auch die „besonderen Engel“ kennen: den Engel der Geduld, der Einsamkeit, des Schmerzes oder des Streites – Boten, die uns helfen, schwierige Zeiten zu bestehen.
In den Fürbitten baten wir Gott, allen Menschen einen Engel zu schicken: den Einsamen, Kranken, Trauernden, den Opfern von Krieg und Not und unseren Verstorbenen. Wir erinnerten uns daran, dass auch wir berufen sind, Engel für andere zu sein.
Mit Liedern, Gebet und der Kommunion feierten wir weiter. Zum Abschluss durften die Kinder einen Papierengel mit nach Hause nehmen – als Zeichen, dass wir selbst Boten der Liebe sein können.
Schlussgedanke der Familienmesse: Engel müssen keine Flügel haben. Oft sind sie mitten unter uns – in jedem guten Wort, jeder helfenden Hand und jedem Zeichen der Hoffnung.
- Hector Pascua